
Straßenbau
Themenvorstellung: Straßenbau: 👷♀️👷♂️
Ein Ärgernis für Anlieger und Nutzer vieler Gemeindestraßen ist ihr desolater Zustand. Für die Sanierung sind jährlich 3,5 Millionen Euro im Haushaltsplan vorgesehen. Mein Ziel ist es, sämtliche Gemeindestraßen in fünf Jahren zu sanieren. Dafür müssen zuerst die genauen Schäden erfasst und eine Prioritätenliste erstellt werden.
Wie saniert man Straßen schnell, kostengünstig und bedarfsgerecht? Die meisten Straßen sind für den Durchgangsverkehr gesperrt (30er Zone, Verbot von LKW und Schwerlastverkehr) und werden nur von PKWs, Fahrrädern und Fußgängern genutzt. Daher ist eine reduzierte Herangehensweise ausreichend.
Die etablierte Methode sieht vor, Straßen 60-80 cm tief auszuheben, um die kaputte Decke und den Unterbau zu entsorgen. Anschließend werden Kies oder Schotter eingebaut und verdichtet. Eine neue Deck- und Verschleißschicht wird bituminös oder gepflastert aufgetragen. Diese Methode ist teuer und bei Schwerlastverkehr gesperrten Straßen nicht erforderlich.
Die reduzierte Methode: Nur die Deckschicht abfräsen, Bindemittel aufbringen und nach anerkannten Regeln der Technik Pflaster oder Bitumen auftragen. Diese Methode wurde in der Martin-Luther-Straße angewendet und funktioniert dort seit etwa 40 Jahren.
🚧 Kosteneffizienz: Die reduzierte Methode ist deutlich günstiger, da nur
die Deckschicht abgefräst und erneuert wird, anstatt die Straße komplett
auszuhöhlen und neu aufzubauen 1.
🚧 Zeitersparnis: Da weniger Arbeitsschritte erforderlich sind, kann die Sanierung
schneller durchgeführt werden 1.
🚧 Bewährte Methode: Diese Methode wurde bereits erfolgreich u.a. in der Friedrich-Ebert-Str. angewendet und hat sich dort seit ca. 12 Jahren bewährt
🚧 Bedarfsgerechtigkeit: Für Straßen, die nur von PKWs, Fahrrädern und Fußgängern genutzt werden und für den Durchgangsverkehr gesperrt sind, ist diese Methode ausreichend und erfüllt die Anforderungen 1.
Bei Straßen mit LKW- oder Busverkehr muss nach den etablierten Methoden gebaut werden.
Ihr Peter Schlösser